Mama und Kinder die Ordnung im Kinderzimmer machen

Früher habe ich Ordnung automatisch mit Putzen verbunden.
Fenster sauber, Böden gewischt – und trotzdem blieb das Gefühl, dass sich vor allem im Kinderzimmer nicht wirklich etwas verändert hat.

Denn was bringt ein frisch geputztes Fenster, wenn das Kinderzimmer trotzdem überquillt?
Ich habe gemerkt, dass Ordnung im Alltag zunächst eine größere Rolle spielt als Sauberkeit – und dass Aufräumen und Ausmisten immer vor dem Putzen kommen sollten.

In diesem Artikel geht es deshalb nicht um glänzende Oberflächen, sondern um meine Erfahrungen damit, wie weniger Kram und klare Strukturen das Kinderzimmer wirklich verändern – egal ob als klassischer Frühjahrsputz oder ganz unabhängig von der Jahreszeit.

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1. Weniger Zeug = mehr Ordnung
2. Ausmisten mit Kindern
3. Ordnungssysteme
4. Spielzeug-Rotation
5. Bastelzubehör
6. Kleiderschrank
7. Kuscheltiere

1. Weniger Zeug = mehr Ordnung

Viele Eltern starten mit Lappen und Eimer.
Das Problem: Man putzt um Dinge herum, die eigentlich weg könnten.
Gerade im Kinderzimmer sammelt sich unglaublich viel:

Spielzeug das nicht mehr altersgerecht ist. Bastelsachen, die nie benutzt werden. Dinge, die „zu schade zum Wegwerfen“ sind

Mein Ansatz ist simpel:
Erst reduzieren, dann ordnen. Am besten nach klaren Kategorien:

  1. Behalten – alles, was genutzt wird, altersgerecht ist und wirklich einen festen Platz im Alltag hat
  2. Spenden / Verschenken – Tüten direkt bereitstellen
  3. Vielleicht – nur wenn es realistisch ist, dass man es repariert, ergänzt oder bald nutzt

Damit das Sortieren überhaupt funktioniert, brauche ich Kisten und Körbe, die stabil sind, genug Platz bieten und sich im Alltag bewähren – Sie sollen praktisch und irgendwie auch schön sein. Diese nutzen wir am liebsten:

2. Ausmisten mit Kindern – warum Mitmachen alles verändert

Was ich mit der Zeit gelernt habe:
Kinder akzeptieren Entscheidungen viel besser, wenn sie Teil davon sind.

Deshalb miste ich nicht mehr heimlich alles aus, sondern habe mir angewöhnt:

  • gemeinsam zu schauen
  • klare Zeitfenster zu setzen
  • Entscheidungen bewusst beim Kind zu lassen

ABER – und das gehört auch dazu:
Nicht jedes Teil muss gemeinsam diskutiert werden:

Ich habe gemerkt, dass Kinder oft an Dingen festhalten, die sie seit Wochen, Monaten oder sogar Jahren nicht mehr angerührt haben. Manchmal wissen sie nicht einmal mehr, dass sie diese Sachen besitzen – bis sie plötzlich wieder vor ihnen liegen.
Wenn ich mir sicher bin, dass etwas wirklich keine Bedeutung mehr hat, sortiere ich es auch mal vorab aus. Ohne große Diskussion.

Nicht alles muss gemeinsam entschieden werden – aber das Kind sollte sich gehört fühlen.

Bei anderen Dingen ist es mir dagegen wichtig, mit meinem Kind darüber zu sprechen. Und ja: Es dürfen auch ein paar Kleinigkeiten bleiben, die objektiv nicht wichtig sind – aber emotional eben doch. Der Schlüssel liegt nicht in radikaler Perfektion, sondern darin, einen guten Mittelweg zu finden.

Damit die Kinder wissen, wo was hingehört, nutzen wir gerne:

3. Ordnungssysteme, die Kindern wirklich helfen

Ordnung hängt weniger von Motivation ab, als davon, wie alltagstauglich ein System ist.

Für Kinder ist Aufräumen dann leicht, wenn es unkompliziert ist.
Muss ein Kind erst einen Deckel öffnen, Boxen stapeln und überlegen, wo was hingehört wird Aufräumen schnell anstrengend – und verliert seinen Reiz.

Was bei uns gut funktioniert, sind offene Strukturen, klare und überschaubare Kategorien und Möbel, die auf Augenhöhe der Kinder mitwachsen. So entsteht Ordnung, die Kinder selbstständig nutzen können, ohne viel Erklärung.

Diese Möbel setzen wir dafür ein:

4. Spielzeug-Rotation: Der unterschätzte Gamechanger

Wir haben tatsächlich nicht weniger Spielzeug gekauft oder geschenkt bekommen – wir haben es nur anders genutzt.

Ein Teil ist sichtbar, der Rest verschwindet für ein paar Wochen. Beim Tauschen ist die Freude jedes Mal riesig, ganz ohne Neukauf. Das Ergebnis: Weniger Chaos, mehr Fokus, längere Spielzeiten.

Was für uns gut funktioniert:
Ein Teil der Spielsachen kommt in Kisten in den Keller oder in den Schrank. Manchmal geben wir bewusst auch Spielzeug zu den Großeltern oder zu vertrauten Verwandten. Wenn die Kinder dort zu Besuch sind oder übernachten, spielen sie plötzlich begeistert mit Dingen, die zu Hause schon lange liegen geblieben sind. Beim Zurücktauschen fühlt es sich dann fast wie neu an – ganz ohne neues Spielzeug.

Mein Tipp: Wir nutzen stapelbare Kisten für Spielzeug, das gerade pausiert. Kleinere Teile kommen extra in Boxen, die wir bei Bedarf beschriften – so bleibt alles übersichtlich:

5. Bastelzubehör sortieren – mit Servierwagen statt Chaos

Basteln gehört für viele Kinder ganz selbstverständlich zum Alltag.
Damit Kreativität dabei nicht im ganzen Haus verteilt ist, hilft eine klare, flexible Struktur.

Was bei uns den größten Unterschied gemacht hat: Ein Bastel-Servierwagen, der ausschließlich für Bastelutensilien da ist.

Stifte, Papier, Kleber & Co. haben feste Plätze, bleiben übersichtlich sortiert und sind trotzdem jederzeit griffbereit.
Der Wagen lässt sich je nach Bedarf ins Kinderzimmer, ins Wohnzimmer oder einfach aus dem Blickfeld rollen.
So ist nicht alles gleichzeitig sichtbar, aber alles schnell zur Hand. Weniger Auswahl bringt mehr Ruhe – und oft auch mehr Ideen.

Um den Servierwagen sinnvoll zu nutzen, helfen ergänzende Ordnungslösungen, die Materialien übersichtlich und gut erreichbar halten. Hier sind meine Empfehlungen:

  • Flache DIN A4 Aufbewahrungsboxen mit Deckel – perfekt für Papier, Sticker, Schablonen oder Bastelmaterial, das sonst leicht knickt oder unübersichtlich wird
  • Einhängbare Becher – so nutzt man den Platz an den Seiten des Servierwagens optimal für Stifte, Scheren, Kleber oder Lineale
  • Magnetische Organizer – sorgen dafür, dass häufig genutzte Kleinteile griffbereit bleiben, ohne in Schubladen zu verschwinden
  • Sortierboxen – ideal für Perlen, Stempel, Glitzer oder andere kleine Dinge
  • Projektmappen – für angefangene Bastelarbeiten, die nicht jedes Mal neu aufgeräumt oder weggeräumt werden sollen

6. Kleiderschrank: Übersichtlich statt überfüllt

Auch der Kleiderschrank gehört zum Frühjahrsputz mit Kindern dazu.
Denn nichts stresst den Alltag mehr als volle Schränke und trotzdem das Gefühl, nichts Passendes zu finden.

Was bei uns geholfen hat: Nicht alles gleichzeitig im Schrank zu haben.
Zu kleine, unpassende oder saisonfremde Kleidung kommt aus dem Blickfeld. Im Schrank bleibt nur das, was aktuell getragen wird. Das macht den Alltag spürbar leichter: Weniger Sucherei, klarere Entscheidungen am Morgen, mehr Übersicht für Kinder.

Diese Ordnungssysteme helfen dabei, den Überblick im Kleiderschrank zu behalten:

7. Kuscheltiere: weniger sichtbar, mehr geliebt

Kuscheltiere sind ein Sonderfall.
Sie sind emotional wichtig – und gleichzeitig schnell überall.

Unsere Lösung ist nicht Aussortieren, sondern Reduzieren auf Zeit.
Nicht alle Kuscheltiere müssen ständig sichtbar sein.

Was sich bei uns bewährt hat:

  • eine feste Auswahl im Bett oder auf dem Sofa
  • der Rest in eine großen Kuscheltier-Box, in einen Aufbewahrungssack (der sich auch als Sitzsack nutzen lässt) oder in eine Hängematte
  • regelmäßiges Tauschen statt radikalem Weggeben

So bleiben Lieblingskuscheltiere etwas Besonderes.
Sie gehen nicht im Überfluss unter – und werden wieder bewusst wahrgenommen.

Ordnung im Kinderzimmer entsteht nicht durch Perfektion, sondern durch Klarheit im Alltag.
Weniger Spielzeug, durchdachte Ordnungssysteme und feste Strukturen helfen dabei, Chaos zu reduzieren – ganz ohne ständiges Aufräumen.

Ob Spielzeug-Rotation, offene Regale, ein mobiler Bastel-Servierwagen oder klare Lösungen für Kuscheltiere und Kleidung: Schon kleine Veränderungen können viel bewirken. Sie sorgen für mehr Übersicht, weniger Streit und spürbar mehr Ruhe im Kinderzimmer.

Und was wichtig ist: Du musst nicht alles auf einmal umsetzen. Stück für Stück..
Ein erster Schritt reicht oft schon, um den Alltag entspannter zu machen – und genau darum geht es.