WARUM ES IM KINDERZIMMER NICHT NUR UMS PUTZEN GEHT – SONDERN VOR ALLEM UMS AUFRÄUMEN, AUSMISTEN UND EINEN KLAREN ÜBERBLICK
Früher habe ich Ordnung automatisch mit Putzen verbunden.
Fenster sauber, Böden gewischt – und trotzdem blieb das Gefühl, dass sich vor allem im Kinderzimmer nicht wirklich etwas verändert hat.
Denn was bringt ein frisch geputztes Fenster, wenn das Kinderzimmer trotzdem überquillt?
Ich habe gemerkt, dass Ordnung im Alltag zunächst eine größere Rolle spielt als Sauberkeit – und dass Aufräumen und Ausmisten immer vor dem Putzen kommen sollten.
In diesem Artikel geht es deshalb nicht um glänzende Oberflächen, sondern um meine Erfahrungen damit, wie weniger Kram und klare Strukturen das Kinderzimmer wirklich verändern – egal ob als klassischer Frühjahrsputz oder ganz unabhängig von der Jahreszeit.
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7 SCHRITTE ZU MEHR ORDNUNG IM KINDERZIMMER
1. Weniger Zeug = mehr Ordnung
2. Ausmisten mit Kindern
3. Ordnungssysteme
4. Spielzeug-Rotation
5. Bastelzubehör
6. Kleiderschrank
7. Kuscheltiere
1. Weniger Zeug = mehr Ordnung
Viele Eltern starten mit Lappen und Eimer.
Das Problem: Man putzt um Dinge herum, die eigentlich weg könnten.
Gerade im Kinderzimmer sammelt sich unglaublich viel:
Spielzeug das nicht mehr altersgerecht ist. Bastelsachen, die nie benutzt werden. Dinge, die „zu schade zum Wegwerfen“ sind
Mein Ansatz ist simpel:
Erst reduzieren, dann ordnen. Am besten nach klaren Kategorien:
- Behalten – alles, was genutzt wird, altersgerecht ist und wirklich einen festen Platz im Alltag hat
- Spenden / Verschenken – Tüten direkt bereitstellen
- Vielleicht – nur wenn es realistisch ist, dass man es repariert, ergänzt oder bald nutzt
Damit das Sortieren überhaupt funktioniert, brauche ich Kisten und Körbe, die stabil sind, genug Platz bieten und sich im Alltag bewähren – Sie sollen praktisch und irgendwie auch schön sein. Diese nutzen wir am liebsten:
- Aufbewahrungsboxen in verschiedenen Farben und Größen – helfen dabei, Kategorien klar zu trennen und den Überblick zu behalten
- Große Aufbewahrungskörbe aus Baumwollseil – ideal für größeres Spielzeug oder Dinge, die schnell verstaut werden sollen
- Kleine Aufbewahrungskörbe aus Baumwollseil – perfekt für kleinere Spielsachen oder lose Einzelteile
2. Ausmisten mit Kindern – warum Mitmachen alles verändert
Was ich mit der Zeit gelernt habe:
Kinder akzeptieren Entscheidungen viel besser, wenn sie Teil davon sind.
Deshalb miste ich nicht mehr heimlich alles aus, sondern habe mir angewöhnt:
- gemeinsam zu schauen
- klare Zeitfenster zu setzen
- Entscheidungen bewusst beim Kind zu lassen
ABER – und das gehört auch dazu:
Nicht jedes Teil muss gemeinsam diskutiert werden:
Ich habe gemerkt, dass Kinder oft an Dingen festhalten, die sie seit Wochen, Monaten oder sogar Jahren nicht mehr angerührt haben. Manchmal wissen sie nicht einmal mehr, dass sie diese Sachen besitzen – bis sie plötzlich wieder vor ihnen liegen.
Wenn ich mir sicher bin, dass etwas wirklich keine Bedeutung mehr hat, sortiere ich es auch mal vorab aus. Ohne große Diskussion.
Nicht alles muss gemeinsam entschieden werden – aber das Kind sollte sich gehört fühlen.
Bei anderen Dingen ist es mir dagegen wichtig, mit meinem Kind darüber zu sprechen. Und ja: Es dürfen auch ein paar Kleinigkeiten bleiben, die objektiv nicht wichtig sind – aber emotional eben doch. Der Schlüssel liegt nicht in radikaler Perfektion, sondern darin, einen guten Mittelweg zu finden.
Damit die Kinder wissen, wo was hingehört, nutzen wir gerne:
- Klappboxen in verschiedenen Farben – helfen dabei, Kategorien klar zu trennen und schneller aufzuräumen
- Transparente Aufbewahrungstaschen – für uns unverzichtbar bei Lego, Puzzleteilen und kleinem Spielzeug
- Etiketten zum Beschriften – damit Kinder sofort erkennen, was wohin gehört
- Etikettiergerät – für dauerhafte, gut lesbare Beschriftungen. Die Kinder haben auch sehr viel Freude damit
3. Ordnungssysteme, die Kindern wirklich helfen
Ordnung hängt weniger von Motivation ab, als davon, wie alltagstauglich ein System ist.
Für Kinder ist Aufräumen dann leicht, wenn es unkompliziert ist.
Muss ein Kind erst einen Deckel öffnen, Boxen stapeln und überlegen, wo was hingehört wird Aufräumen schnell anstrengend – und verliert seinen Reiz.
Was bei uns gut funktioniert, sind offene Strukturen, klare und überschaubare Kategorien und Möbel, die auf Augenhöhe der Kinder mitwachsen. So entsteht Ordnung, die Kinder selbstständig nutzen können, ohne viel Erklärung.
Diese Möbel setzen wir dafür ein:
- Kinderregal auf Augenhöhe mit 11 Aufbewahrungsboxen – gibt Kindern einen festen Platz für Spielzeug und Bastelsachen und macht selbstständiges Aufräumen leicht, weil alles gut erreichbar ist
- Bücherregal in kinderfreundlicher Höhe – lädt dazu ein, Bücher selbst auszuwählen und wieder zurückzustellen
- Modularer, erweiterbarer Schrank mit süßen Tier-Motiven – lässt sich flexibel anpassen und kann sowohl für Kleidung als auch für Spielsachen genutzt werden
4. Spielzeug-Rotation: Der unterschätzte Gamechanger
Wir haben tatsächlich nicht weniger Spielzeug gekauft oder geschenkt bekommen – wir haben es nur anders genutzt.
Ein Teil ist sichtbar, der Rest verschwindet für ein paar Wochen. Beim Tauschen ist die Freude jedes Mal riesig, ganz ohne Neukauf. Das Ergebnis: Weniger Chaos, mehr Fokus, längere Spielzeiten.
Was für uns gut funktioniert:
Ein Teil der Spielsachen kommt in Kisten in den Keller oder in den Schrank. Manchmal geben wir bewusst auch Spielzeug zu den Großeltern oder zu vertrauten Verwandten. Wenn die Kinder dort zu Besuch sind oder übernachten, spielen sie plötzlich begeistert mit Dingen, die zu Hause schon lange liegen geblieben sind. Beim Zurücktauschen fühlt es sich dann fast wie neu an – ganz ohne neues Spielzeug.
Mein Tipp: Wir nutzen stapelbare Kisten für Spielzeug, das gerade pausiert. Kleinere Teile kommen extra in Boxen, die wir bei Bedarf beschriften – so bleibt alles übersichtlich:
- Stapelboxen auf Rollen mit seitlichen Türen – extrem praktisch, weil man auch an die unteren Kisten kommt, ohne alles herunterzuheben
- Beschriftbare Aufbewahrungsboxen aus Pappe – ideal für kleinere Spielsachen, die schnell verstaut und genauso schnell wiedergefunden werden sollen

5. Bastelzubehör sortieren – mit Servierwagen statt Chaos
Basteln gehört für viele Kinder ganz selbstverständlich zum Alltag.
Damit Kreativität dabei nicht im ganzen Haus verteilt ist, hilft eine klare, flexible Struktur.
Was bei uns den größten Unterschied gemacht hat: Ein Bastel-Servierwagen, der ausschließlich für Bastelutensilien da ist.
Stifte, Papier, Kleber & Co. haben feste Plätze, bleiben übersichtlich sortiert und sind trotzdem jederzeit griffbereit.
Der Wagen lässt sich je nach Bedarf ins Kinderzimmer, ins Wohnzimmer oder einfach aus dem Blickfeld rollen.
So ist nicht alles gleichzeitig sichtbar, aber alles schnell zur Hand. Weniger Auswahl bringt mehr Ruhe – und oft auch mehr Ideen.
Um den Servierwagen sinnvoll zu nutzen, helfen ergänzende Ordnungslösungen, die Materialien übersichtlich und gut erreichbar halten. Hier sind meine Empfehlungen:
- Flache DIN A4 Aufbewahrungsboxen mit Deckel – perfekt für Papier, Sticker, Schablonen oder Bastelmaterial, das sonst leicht knickt oder unübersichtlich wird
- Einhängbare Becher – so nutzt man den Platz an den Seiten des Servierwagens optimal für Stifte, Scheren, Kleber oder Lineale
- Magnetische Organizer – sorgen dafür, dass häufig genutzte Kleinteile griffbereit bleiben, ohne in Schubladen zu verschwinden
- Sortierboxen – ideal für Perlen, Stempel, Glitzer oder andere kleine Dinge
- Projektmappen – für angefangene Bastelarbeiten, die nicht jedes Mal neu aufgeräumt oder weggeräumt werden sollen
6. Kleiderschrank: Übersichtlich statt überfüllt
Auch der Kleiderschrank gehört zum Frühjahrsputz mit Kindern dazu.
Denn nichts stresst den Alltag mehr als volle Schränke und trotzdem das Gefühl, nichts Passendes zu finden.
Was bei uns geholfen hat: Nicht alles gleichzeitig im Schrank zu haben.
Zu kleine, unpassende oder saisonfremde Kleidung kommt aus dem Blickfeld. Im Schrank bleibt nur das, was aktuell getragen wird. Das macht den Alltag spürbar leichter: Weniger Sucherei, klarere Entscheidungen am Morgen, mehr Übersicht für Kinder.
Diese Ordnungssysteme helfen dabei, den Überblick im Kleiderschrank zu behalten:
- Schubladen-Organizer-Set – ideal für Socken, Unterwäsche und kleine Kleidungsstücke, damit nichts durcheinandergerät und Kinder selbstständig zugreifen können.
- Stapelbare Schrankboxen mit Auszug – lassen sich flexibel erweitern und herausziehen, ohne dass alle Boxen abgenommen werden müssen. Besonders praktisch für saisonale Kleidung.
- Kleiderschrank-Trennboxen für Hosen oder Shirts – mit einzelnen Fächern, die Ordnung schaffen und verhindern, dass frisch gefaltete Kleidung sofort wieder verrutscht
7. Kuscheltiere: weniger sichtbar, mehr geliebt
Kuscheltiere sind ein Sonderfall.
Sie sind emotional wichtig – und gleichzeitig schnell überall.
Unsere Lösung ist nicht Aussortieren, sondern Reduzieren auf Zeit.
Nicht alle Kuscheltiere müssen ständig sichtbar sein.
Was sich bei uns bewährt hat:
- eine feste Auswahl im Bett oder auf dem Sofa
- der Rest in eine großen Kuscheltier-Box, in einen Aufbewahrungssack (der sich auch als Sitzsack nutzen lässt) oder in eine Hängematte
- regelmäßiges Tauschen statt radikalem Weggeben
So bleiben Lieblingskuscheltiere etwas Besonderes.
Sie gehen nicht im Überfluss unter – und werden wieder bewusst wahrgenommen.
FAZIT
Ordnung im Kinderzimmer entsteht nicht durch Perfektion, sondern durch Klarheit im Alltag.
Weniger Spielzeug, durchdachte Ordnungssysteme und feste Strukturen helfen dabei, Chaos zu reduzieren – ganz ohne ständiges Aufräumen.
Ob Spielzeug-Rotation, offene Regale, ein mobiler Bastel-Servierwagen oder klare Lösungen für Kuscheltiere und Kleidung: Schon kleine Veränderungen können viel bewirken. Sie sorgen für mehr Übersicht, weniger Streit und spürbar mehr Ruhe im Kinderzimmer.
Und was wichtig ist: Du musst nicht alles auf einmal umsetzen. Stück für Stück..
Ein erster Schritt reicht oft schon, um den Alltag entspannter zu machen – und genau darum geht es.







